Donnerstag, November 30, 2006

Hintertür

Wenn diese AFP-Meldung stimmt, könnte die NPD bald ihren ersten Bundestagsabgeordneten haben ... autsch. Auf solche "authentischen nationalen Positionen" kann der Parlamentarismus gut verzichten.

Nachtrag 2.12.2006: Habe hier noch einen wunderbaren Button zum Thema gefunden:

Nicht spülbar ...

Jojo hat sich in seinem empfehlenswerten Comic-Blog heute auf anschauliche Weise mit dem Phänomen beschäftigt, dass es manche Dinge gibt, die sich im Klo nicht runterspülen lassen.

Mittwoch, November 29, 2006

Weblogs und Journalismus

Jörg Kantel hat einen lesenswerten Artikel geschrieben, den er mit "Weblogs und Journalismus: 5 Thesen zu einem Mißverständnis" überschrieben hat.

Zitat der Woche

"Ist denn schon heute jemand linksradikal, wenn er verlangt, dass auch beim Arbeitslosengeld die Lebens- und Arbeitsleistungen eines Menschen anerkannt werden?"
Der ehemalige CDU-Generalsekretär Heiner Geißler am 22.11. zur Kritik aus der Union am nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers [via tagesschau.de]

Kontrolliertes Rauchen bringt nichts

Schlechte Nachrichten, für alle, die meinen durch eine Reduktion des Tabakkonsums etwas für ihre Gesundheit zu tun: Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über das Ergebnis einer Langzeitstudie aus Norwegen, die am Dienstag im Fachblatt Tobacco Control (2006; 15: 472-480) der British Medical Association (BMA) veröffentlicht wurde (auch als pdf verfügbar). In der zwei Jahrzehnte laufenden Untersuchung mit rund 50.000 Teilnehmern seien Männer, die ihren Tabakkonsum mehr als halbierten, genauso anfällig für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Durchblutungsstörungen und Krebs gewesen wie Raucher, die weiter ihr bisheriges Pensum rauchten. Ein überraschendes Ergebnis habe die Studie bei Frauen erbracht: Frauen, die die Zahl der täglich gerauchten Zigaretten verringerten, seien sogar in größerer Gefahr, vorzeitig zu sterben. Man dürfe also Patienten, die man bezüglich ihres Tabakkonsums berate, nicht vormachen, dass bereits eine Reduzierung der täglichen Zigarettenmenge ein Gewinn für die Gesundheit sei.

Interessante Ergebnisse auf offenbar guter Basis, die mit dem "gesunden Menschenverstand" nicht so recht nachzuvollziehen sind (aber auch das macht Forschung so interessant).

Montag, November 27, 2006

Lego-Amokläufer

Ganz großes Kino liefert zwarwald mit seiner Aufarbeitung des Themas.

Freitag, November 24, 2006

Amok als Mode

Amokläufe kommen jetzt offenbar auch in Deutschland in Mode - das ist nicht lustig.

Rudolf Maresch hat sich bei Telepolis Gedanken darüber gemacht, ob sich die liberale Gesellschaft ihre jugendlichen Ego-Shooter nicht in Serie produziert:

Keinesfalls wird jemand durch Pop oder Ballerspiele zum Killer, Schläger oder Vergewaltiger. Dafür bedarf es schon erheblich mehr als das. Zumal es auch noch viele andere Fluchtwege gibt, um seiner Frustration über eigene Unzulänglichkeiten Ausdruck zu verleihen: Drogen oder Konsum, Depression oder Magersucht. Sicher ist aber auch, dass Mode, Musik und Kunst längst eine Vielzahl von Insignien bieten, die jugendliche Amokläufer zu ihren explosiven Taten inspirieren. Wer da nicht gelernt hat, zwischen Symbolischem und Realem feinsinnig zu unterscheiden, zwischen RestistanX und Person, Matrix und Alltagswelt, wird unweigerlich in diesen Genres Inspirationsquellen und Anhaltspunkte finden, um seine Wut auf sich und/oder andere zu kanalisieren und durch entsprechende Taten zu "veredeln".

Donnerstag, November 23, 2006

Wetteraussichten, die Zweite

OK, das sieht auf jeden Fall deutlich besser aus als am Wochenanfang ... [heute morgen im Wettermodul auf netvibes]

Mittwoch, November 22, 2006

Blogwurst

Mein persönlicher Favorit für die Kategorie Blogwurst der nächsten BoBs ist eindeutig der Textspeier. Die Kategorie-Bedingungen lauten nämlich: »Schräg, abgedreht, daneben. Hier wird ein Blog ausgezeichnet, das uns erheitert, verstört oder einfach nur ein ausgefallenes Thema hat. Weblogs, die sich in dieser Kategorie eintragen, müssen wirklich "anders" sein.«

Der heutige Beitrag zum Thema Heimarbeit ist ein Musterbeispiel dafür, wie der Textspeier die Sprache beherrscht:

Habe meine Nägel lackiert! Falls Lack reicht, streiche ich auch noch die Schrauben. Meine Avon-Beraterin hat angerufen, ob das neue Anti-Schuppenshampoo denn wirke. Ein Blick in den Hof: Schuppen steht leider immer noch! Dafür ist die Faltencreme super, denn seitdem ich täglich einen Löffel davon einnehme, knittern meine Hemden nicht mehr! Im Wohnzimmer Lametta verlegt.

Lästige Unterbrechungen

Im work.innovation-Blog hat sich Alexander Greisle mit einem Artikel aus der Zeit auseinandergesetzt, der von einer Studie des King’s College zur Unterbrechung durch E-Mails berichtet, und die entscheidende Erkenntnis in ein aussagekräftiges Diagramm gepackt:

Bei drei Unterbrechungen (alles was nichts mit der aktuellen Aufgabe zu tun hatte, also nicht nur E-Mails) wurden in 100 Minuten netto 25 Minuten an der wichtigen Aufgabe gearbeitet, davon aber nur 9 Minuten mit höchster Konzentration.

Das bedeutet also, dass ich im Büro sowohl das Telefon als auch den Mail-Client ausschalten sollte. Nett, wenn eine Erkenntnis, die man aus dem Bauch heraus bereits hat, dann auch noch wissenschaftlich unterfüttert wird.

Eine originelle Idee ist die Slow-E-Mail-Bewegung. Dan Russell, ein Forschungsmanager bei IBM, beendet seine E-Mails den Sätzen: »Join the slow e-mail movement! Read your mail just twice each day. Recapture your life's time and relearn to dream.«

Nachtrag am 29.11.2006: Die Readers Edition der netzeitung hat heute einen interessanten Artikel zu diesem Thema veröffentlicht.

Montag, November 20, 2006

Neue Leser ansprechen

[via Generatorblog]

Wetteraussichten

Na danke ... [heute morgen im Wettermodul auf netvibes]

Sonntag, November 19, 2006

Diagramm-Wut

Eine Blog-Neuentdeckung ist Indexed, der gestern eine Erfahrung in Diagramm-Form brachte, die ich kürzlich beim Durchsehen des Kleiderschrankes auch gemacht habe (das "A-Tortenstück" ist bei mir leider deutlich kleiner ...).

Zitat der Woche

"Sie geht wie ein mobiler Computertomograph vor."
Bundesverbraucherminister Horst Seehofer über die Fähigkeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Problem- und Personenanalyse. [via tagesschau.de]

Donnerstag, November 16, 2006

Ausladung

Die Lust, mal wieder in die USA zu fliegen, kann einem angesichts dessen, was den Touristen dort vermutlich bei der Einreise erwartet, ganz schön vergehen ... Das US-Visit-Program "protects the privacy of our visitors" - zumindest steht das so auf der Webseite des Heimatschutzministeriums.

Meine Definition von privacy sieht irgendwie anders aus ...
Nachtrag 23.11.2006: Die USA gelten im Hinblick auf die Einreiseprozedur inzwischen als "worst country".

Mittwoch, November 15, 2006

IT spart Zeit und Geld

Der britische Inquirer berichtet im Artikel Useless PC users cost business billions, dass eine von Samsung Electronics beauftragte Studie unter 2000 Büromitarbeitern ergab, dass eine Mehrzahl der IT-Nutzer ihrer Zeit mit der Lösung von Computerproblemen und der nutzlosen Suche nach Dateien verbringen:

81 per cent spend an hour searching for documents

44 per cent make e-documents that already exist

87 per cent try and fix printer jams without talking to inhouse IT wizards

86 per cent wait for 10 minutes for their PCs to start

24 per cent said that printers are the biggest problem, 21 per cent said PCs are, and 20 per cent try and fix photocopiers

Dies koste die Wirtschaft geschätzte 1,7 Milliarden Pfund. Natürlich vertrete Samsung die These, dass ihre Produkte diese Probleme reduzieren würden. [Deutsche Version des Artikels hier]

Blog-Glatteis

Sagenhaft, wie sehr man sich als gut-williger Blogger auf juristisches Glatteis bewegen kann: Die nicht verebbende Abmahnwelle für Marcel und andere Blogger lässt Übles vermuten (auch wenn sie teilweise reichlich bizarre Blüten treibt - das Abmahnblog weiß ein Liedchen davon zu singen) und die Absichten der Politik sind auch nicht ohne ...

Dienstag, November 14, 2006

Glückwünsche nach Rungholt

Hey, Lila hat den BoB als bestes deutsches Weblog gewonnen - Herzlichen Glückwunsch!!!

Montag, November 13, 2006

Andere Zeiten

Der Name des Vereins ist Programm. Der Leiter Hinrich C. G. Westphal schreibt auf der Webseite:

Frische Erdbeeren gibt es das ganze Jahr zu kaufen. Und in Neuss am Rhein läuft man an 365 Tagen im Jahr Ski. Sonntage werden zu Alltagen, und die Wochen und Monate haben keinen Rhythmus und keine Höhepunkte mehr.

Die Gleichförmigkeit der Zeit führt zu Langeweile, die Langeweile zu Überdruss.

Entdecken Sie mit uns die besonderen Tage im Kalender. Erleben Sie Ihr Leben wieder als Wechsel zwischen dem Alltäglichen und dem Fest.

Unser Verein Andere Zeiten will mit seinem vielfältigen Programm auf die Chancen hinweisen, die uns die Feiertage des Kirchenjahres bieten.


Und dafür gibt Andere Zeiten e.V. schon seit einigen Jahren den Kalender Der Andere Advent heraus. Das ist nicht nur was zum Selberlesen sonder auch ein guter Verschenktipp - meine Bestellung ist gerade rausgegangen.

Donnerstag, November 09, 2006

Nichtraucher-Extremismus

Yoda hat heute die allgemeine Tendenz, das Rauchen überall zu verbieten, auf gelungene Weise aufgespießt.

Und hat noch einen wunderbaren NoNoSmoking-Button entworfen:

Nicht Nichtraucher

Da ich gerne mal eine Pfeife rauche und damit für gewöhnlich eine gute halbe Stunde beschäftigt bin, würde mich ein allgemeines Verbot in Gaststätten im wahrsten Sinne kalt erwischen :-)